Fort Vinci

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Vögel auf Hochspannungsmasten.

Der brasilianische Multimedia-Künstler Jarbes Agnelli hat eine meiner Lieblings-Impressionen bei längeren Autobahnfahrten vertont: Vögel auf Hochspannungsmasten.

Reading a newspaper, I saw a picture of birds on the electric wires. I cut out the photo and decided to make a song, using the exact location of the birds as notes (no Photoshop edit). I knew it wasn’t the most original idea in the universe. I was just curious to hear what melody the birds were creating.

Da ich ja leider zugeben muss, dass in mir ein hartnäckiges Hippie-Gen dominiert stand ich schon immer auf Walgesänge. Und seit einiger Zeit auch auf die Vertonung der Jahresringe von Bäumen.

Wobei die Vögel aktuell die Charts anführen.

 

Mehr von Musik verstehen – interessantes Gratis-PDF

Musik verstehen
Ich höre gerne klassische Musik. Wobei ich gelernt habe, dass Beethoven eigentlich nicht “Klassik” ist.

Warum das so ist, habe ich nur so Einviertel verstanden. “Nordische Klassik” mag ich auch. Warum das jetzt wiederum “Klassik” ist, obwohl das nach Beethoven kommt, kapiere ich schon gar nicht.

Und wenns um so etwas wie “Fugen” und “Kontrapunkte” geht, nicke ich wissend mit dem Kopf und flüchte mich ins Weinglas.

Ein Kumpel von mir ist Gitarrenlehrer. Populäre Musik mit ihm zu hören, ist mindestens so spannend, wie ich mir eine Segeltour im Mare Tranquilitatis vorstelle. Er seziert die Charts und erklärt mir, warum das eine Schund und das andere Stück genial ist. Manchmal sind die Charts etwas älter. Obwohl eingefleischter Mötörhead Fan betet er Freddy Mercury an. Er hat mir mehrfach erklärt, warum. Verstanden habe ich das nicht. Mehrfach fiel das Wort “Tonleiter”. Glaube ich.

Der Kumpel ist der Meinung, das es keine unmusikalischen Menschen gibt. Inzwischen konnte ich ihn erfolgreich vom Gegenteil überzeugen. Darauf bin ich nicht stolz.

Toby W. Rush hat für Leute wie mich, deren Ohren gemacht sind, um Schenkelklopfer zu verstehen, aber keine Tarantella, ein PDF herausgebracht: Music Theory for Musicians and Normal People

Vielleicht hilft mir das, um zu verstehen, was ich höre. Wahrscheinlicher ist, das es Ihnen hilft.

 

Die Sprachverwandtschaften als Augenweide.

Sprachverwandtschaften

Ich lerne ja gerne Sprachen. Und neuerdings gucke ich mir auch sehr gerne Sprachen an.

Minna Sundberg, die Zeichnerin des Web-Comics “Stand Still. Stay Silent” hat die Sprachverwandtschaften mal nicht als den üblichen langweiligen Baum gezeichnet, sondern gleich ein ganzes botanisches Ensemble gezüchtet.

Ihre schöne und spannende Seite ist hier.

Das Bild kommt hierher.

Hier noch mal in ganzer Pracht:

Sprachverwandtschaften

Drucken Sie sich mehr Produktivität aus: The concrete goals tracker von David Seah.

Produktiver arbeiten, mit dem Goal Tracker
Natürlich weiß ich, dass es zwischen “beschäftigt sein” und “produktiv sein” einen Unterschied gibt.

Dennoch tappe ich in der letzten Zeit immer wieder in die Hektik-Falle und beschäftige mich mit einem Haufen Dinge, die weder mich noch meine Firma weiterbringen.

Den Schreibtisch aufzuräumen ist wichtig. Strukturiert die Gedanken. Wichtiger ist es aber, beispielsweise Akquise zu betreiben. Denn der Schreibtisch muss ja irgendwie bezahlt werden.

In der letzten Zeit gucke ich mir mehrmals am Tag dabei zu, wie ich den bereits mehrfach aufgeräumten Schreibtisch ein weiteres Mal aufräume – und nicht akquiriere.

Ich tue viel. Schaffe aber nicht so viel.

Nun bin ich auf ein sehr hilfreiches Tool gestoßen, das dabei hilft, wieder auf Kurs zu kommen.

The concrete goals tracker von David Seah.

Das ist eine ausdruckbare Checkliste, die dabei hilft, sich wieder mehr auf die sinnvollen Tätigkeiten zu konzentrieren – und sich weniger in offensichtlichen “Alibi-Tätigkeiten” zu verstricken, nach denen man am Abend zwar völlig aus der Puste aber kein Schritt weitergekommen ist.

Hier kommen Sie zum

The Concrete Goals Tracker » – Dave Seah.

Am besten gleich jetzt.

Behalten Sie Ihren Ärger für sich.

Wut rauslassen – nicht!
Wer wütend ist, soll seine Wut rauslassen. Sogar Psychologen raten das. Denn sonst verwandelt sich die Wut in Magengeschwüre. Und überhaupt alle als negativ empfundenen Gefühle. Trauer? Herzzerreißend flennen! Auch als Mann? Gerade dann. Gefühle müssen gezeigt, rausgelassen und auf Facebook gepostet werden. Die Welt würde in tränenfeuchten Taschentüchern ersticken – aber niemand hätte mehr ein Magengeschwür. Das zumindest ist immer noch Konsens. Gefühle rauslassen! Der Rest der Welt ist allerdings seit Jahrtausenden anderer Meinung. Naja, ich weiß es nur von Asiaten und aus der buddhistischen Philosophie. Wut / Zorn / Trauer wird hier nicht runtergeschluckt, sondern „weganalysiert“ – aber definitiv nicht gezeigt. Und dass das gut ist, zeigen jetzt wissenschaftliche Studien. Fazit: Behalten Sie Ihre Wut und Ihren Ärger für sich. Er klingt dann schneller ab, verwandelt sich nicht in Aggression und außerdem senken Sie das Risiko einer Herzerkrankung. Das steht zumindest in einem Artikel aus BBC Future So zeigte sich beispielsweise in einer im Jahr 2000 an 13.000 Teilnehmern durchgeführten Untersuchung (University of North Carolina), dass diejenigen, die hin und wieder die Fassung verlieren mit einer drei Mal höheren Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt bekommen. Entsprechend fand Mark McDermott von der University of East London, dass Leute, die ihren Ärger „ausdrücken“ eher mit Herzleiden zu tun haben, als andere. Eine Reihe weiterer Tests unter unterschiedlichen Bedingungen und von unterschiedlichen Institutionen durchgeführt, kommen zum selben Ergebnis: Zorn freien Lauf lassen = Ärger mit dem Herzen und Aggressionssteigerung. Dabei gibt es eine Einschränkung: Giora Keinan, Tel Aviv University, stellte in einer 2007 veröffentlichten Studie fest, dass nicht der „Ärger“ an sich das Problem ist, sondern die Frequenz seines Auftretens.

intensity of anger expression was negatively correlated with ill health while frequency of anger expression was positively correlated with ill health.

Quelle Ich hatte mich vor zwei Jahren intensiver mit dem ganzen Emotionsthema beschäftigt. (Und dazu eine komplette Serie geschrieben) Vor dem Hintergrund meiner Buddhismus-Begeisterung finde ich buddhistische Methoden, mit Ärger etc. klar zu kommen interessant und praktikabel. Das Allheilmittel im Zusammenhang mit einem unausgewogenen Emotionshaushalt ist nach wie vor meditieren zu lernen. Was einfach ist. Kleine Randnotiz, die ich im Moment nicht verifizieren kann, weil ich mich nicht mehr an die Quelle erinnere: Was für Ärger gilt, scheint auch für Trauer zu gelten. Jedenfalls las ich einmal einen Artikel in dem es um die Angehörigen der Opfer eines Flugzeugabsturzes ging. Diese wurden mit ihrer Trauer weitestgehend allein gelassen – weil es in den späten 1970er Jahren noch keine psychologische Trauerbegleitung im heutigen Umfang gegeben hatte. Bei einer Jahre später durchgeführten Untersuchung hatte sich herausgestellt, das die weitestgehend sich selbst überlassenen Angehörigen die Situation besser „verarbeitet“ (verdrängt – was auch immer) haben, als intensiv begleitete Angehörige. Da ich im Gegensatz zu vielleicht Ihnen weder ein Psychologe noch ein Therapeut bin, noch mal der Hinweis: Ich kann mich an die Quelle nicht mehr erinnern und habe auch überhaupt keine Ahnung davon, wie wirksam im positiven Sinn „Trauerbegleitung“ tatsächlich ist. Insgesamt scheint es so zu sein, dass es besser ist, nicht auf den Volksmund zu hören und seinen Ärger tatsächlich runterzuschlucken als ihn rauszulassen. Vielleicht gilt das auch für die Trauer. Das wiederum dürfte ein gängiges, als fortschrittlich empfundenes Erziehungsmodell – versteck deine Emotionen nicht – in die Bredouille bringen. Und ich weiß jetzt schon, dass der Ärger mit meiner Frau vorprogrammiert ist, wenn ich unserer Tochter sage: “Ein Indianer kennt keinen Schmerz”. Wissenschaft wird mir dann nicht helfen, fürchte ich. Bild mit freundlicher Genehmigung von: Diogo A. Figueira via photopin cc