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Die Sprachverwandtschaften als Augenweide.

Sprachverwandtschaften

Ich lerne ja gerne Sprachen. Und neuerdings gucke ich mir auch sehr gerne Sprachen an.

Minna Sundberg, die Zeichnerin des Web-Comics “Stand Still. Stay Silent” hat die Sprachverwandtschaften mal nicht als den üblichen langweiligen Baum gezeichnet, sondern gleich ein ganzes botanisches Ensemble gezüchtet.

Ihre schöne und spannende Seite ist hier.

Das Bild kommt hierher.

Hier noch mal in ganzer Pracht:

Sprachverwandtschaften

Drucken Sie sich mehr Produktivität aus: The concrete goals tracker von David Seah.

Produktiver arbeiten, mit dem Goal Tracker

Natürlich weiß ich, dass es zwischen “beschäftigt sein” und “produktiv sein” einen Unterschied gibt.

Dennoch tappe ich in der letzten Zeit immer wieder in die Hektik-Falle und beschäftige mich mit einem Haufen Dinge, die weder mich noch meine Firma weiterbringen.

Den Schreibtisch aufzuräumen ist wichtig. Strukturiert die Gedanken. Wichtiger ist es aber, beispielsweise Akquise zu betreiben. Denn der Schreibtisch muss ja irgendwie bezahlt werden.

In der letzten Zeit gucke ich mir mehrmals am Tag dabei zu, wie ich den bereits mehrfach aufgeräumten Schreibtisch ein weiteres Mal aufräume – und nicht akquiriere.

Ich tue viel. Schaffe aber nicht so viel.

Nun bin ich auf ein sehr hilfreiches Tool gestoßen, das dabei hilft, wieder auf Kurs zu kommen.

The concrete goals tracker von David Seah.

Das ist eine ausdruckbare Checkliste, die dabei hilft, sich wieder mehr auf die sinnvollen Tätigkeiten zu konzentrieren – und sich weniger in offensichtlichen “Alibi-Tätigkeiten” zu verstricken, nach denen man am Abend zwar völlig aus der Puste aber kein Schritt weitergekommen ist.

Hier kommen Sie zum

The Concrete Goals Tracker » – Dave Seah.

Am besten gleich jetzt.

Behalten Sie Ihren Ärger für sich.

Wut rauslassen – nicht!

Wer wütend ist, soll seine Wut rauslassen. Sogar Psychologen raten das. Denn sonst verwandelt sich die Wut in Magengeschwüre. Und überhaupt alle als negativ empfundenen Gefühle. Trauer? Herzzerreißend flennen! Auch als Mann? Gerade dann.

Gefühle müssen gezeigt, rausgelassen und auf Facebook gepostet werden.

Die Welt würde in tränenfeuchten Taschentüchern ersticken – aber niemand hätte mehr ein Magengeschwür. Das zumindest ist immer noch Konsens.

Gefühle rauslassen!

Der Rest der Welt ist allerdings seit Jahrtausenden anderer Meinung. Naja, ich weiß es nur von Asiaten und aus der buddhistischen Philosophie. Wut / Zorn / Trauer wird hier nicht runtergeschluckt, sondern „weganalysiert“ – aber definitiv nicht gezeigt.

Und dass das gut ist, zeigen jetzt wissenschaftliche Studien. Fazit: Behalten Sie Ihre Wut und Ihren Ärger für sich. Er klingt dann schneller ab, verwandelt sich nicht in Aggression und außerdem senken Sie das Risiko einer Herzerkrankung. Das steht zumindest in einem Artikel aus BBC Future

So zeigte sich beispielsweise in einer im Jahr 2000 an 13.000 Teilnehmern durchgeführten Untersuchung (University of North Carolina), dass diejenigen, die hin und wieder die Fassung verlieren mit einer drei Mal höheren Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt bekommen. Entsprechend fand Mark McDermott von der University of East London, dass Leute, die ihren Ärger „ausdrücken“ eher mit Herzleiden zu tun haben, als andere.

Eine Reihe weiterer Tests unter unterschiedlichen Bedingungen und von unterschiedlichen Institutionen durchgeführt, kommen zum selben Ergebnis: Zorn freien Lauf lassen = Ärger mit dem Herzen und Aggressionssteigerung.

Dabei gibt es eine Einschränkung: Giora Keinan, Tel Aviv University, stellte in einer 2007 veröffentlichten Studie fest, dass nicht der „Ärger“ an sich das Problem ist, sondern die Frequenz seines Auftretens.

intensity of anger expression was negatively correlated with ill health while frequency of anger expression was positively correlated with ill health.

Quelle

Ich hatte mich vor zwei Jahren intensiver mit dem ganzen Emotionsthema beschäftigt. (Und dazu eine komplette Serie geschrieben) Vor dem Hintergrund meiner Buddhismus-Begeisterung finde ich buddhistische Methoden, mit Ärger etc. klar zu kommen interessant und praktikabel.

Das Allheilmittel im Zusammenhang mit einem unausgewogenen Emotionshaushalt ist nach wie vor meditieren zu lernen. Was einfach ist.

Kleine Randnotiz, die ich im Moment nicht verifizieren kann, weil ich mich nicht mehr an die Quelle erinnere: Was für Ärger gilt, scheint auch für Trauer zu gelten. Jedenfalls las ich einmal einen Artikel in dem es um die Angehörigen der Opfer eines Flugzeugabsturzes ging. Diese wurden mit ihrer Trauer weitestgehend allein gelassen – weil es in den späten 1970er Jahren noch keine psychologische Trauerbegleitung im heutigen Umfang gegeben hatte.

Bei einer Jahre später durchgeführten Untersuchung hatte sich herausgestellt, das die weitestgehend sich selbst überlassenen Angehörigen die Situation besser „verarbeitet“ (verdrängt – was auch immer) haben, als intensiv begleitete Angehörige.

Da ich im Gegensatz zu vielleicht Ihnen weder ein Psychologe noch ein Therapeut bin, noch mal der Hinweis: Ich kann mich an die Quelle nicht mehr erinnern und habe auch überhaupt keine Ahnung davon, wie wirksam im positiven Sinn „Trauerbegleitung“ tatsächlich ist.

Insgesamt scheint es so zu sein, dass es besser ist, nicht auf den Volksmund zu hören und seinen Ärger tatsächlich runterzuschlucken als ihn rauszulassen. Vielleicht gilt das auch für die Trauer.

Das wiederum dürfte ein gängiges, als fortschrittlich empfundenes Erziehungsmodell – versteck deine Emotionen nicht – in die Bredouille bringen. Und ich weiß jetzt schon, dass der Ärger mit meiner Frau vorprogrammiert ist, wenn ich unserer Tochter sage: “Ein Indianer kennt keinen Schmerz”.

Wissenschaft wird mir dann nicht helfen, fürchte ich.

Bild mit freundlicher Genehmigung von: Diogo A. Figueira via photopin cc

Sprachen lernen mit dem Internet: Zwei kostenlose PlugIns.

Sprachen lernen mit dem Internet

Sarari ist der Browser meiner Wahl, wenn es um Geschwindigkeit und Darstellung geht. Chrome, wenn es ums Sprachenlernen geht.

Sprachen lernen mit der Language Immersion für Chrome.

Eines der (offenen) Geheimnisse beim Erlernen einer Sprache lautet: Möglichst vollständig in die Sprache einzutauchen. Wohnt man nicht in dem entsprechenden Land, wird aus dem Eintauchen meist nur ein „benetzen“ mit der jeweiligen Sprache.

Language Immersion

Google Chrome bietet mit dem Language Immersion PlugIn ein Tool, das es einem zumindest virtuell ermöglicht, in der Sprache, die man lernen will, wenn nicht zu tauchen, so doch zu waten.

Einmal installiert, übersetzt das PlugIn Websites in unterschiedlichen „Eskalationsstufen“ in die jeweilige Zielsprache. Bin ich beispielsweise auf „Spiegel Online“ werden mir einzelne Wörter beziehungsweise Abschnitte auf Französisch präsentiert. Dabei lassen sich fünf Stufen von „Novice“ über „Intermediate“ bis zu „Fluent“ einstellen. Entsprechend stark ist – in meinem Fall ¬– der Französisch-Anteil im ansonsten deutschen Text.

Das Schöne daran ist, dass ich ganz nebenbei neue Wörter im Zusammenhang mit Texten lerne, die mich ohnehin interessieren. Das Language Immersion PlugIn hält über 50 Sprachen bereit.

Sprachen lernen mit „SpeakIt!“

Weil lesen allein nicht flüssig macht, heißt es: Viel hören. Und am besten den Text, den man hört, parallel lesen. Leider sind nicht alle Texte, die interessant sind, vertont. Zumindest solange nicht, bis Sie den Text markieren und auf das Icon für das PlugIn „SpeakIt“ klicken – sofern es sich in Ihrer Browser-Toolbar befindet. Wenn nicht, können Sie es sich hier herunterladen. (Gibt’s auch, wie ich gerade gesehen habe, für Firefox.)

SpeakIt

Aus einer Vielzahl unterschiedlicher Sprecher mit verschiedenen Akzenten wählen Sie sich den oder die aus Ihrer Zielsprache, um sich entweder deutsche Texte mit französischem Akzent vorlesen zu lassen oder eben um – französische – Texte nicht nur zu lesen, sondern auch gleichzeitig zu hören.

Gerade SpeakIt ist ein extrem hilfreiches PlugIn zum Sprachenlernen. Es ist nicht einfach, nicht nur Texte, sondern auch die zugehörige Vertonung des Textes zu finden. Schier unmöglich, Texte UND Vertonungen von Inhalten zu finden, die interessant sind. SpeakIt löst dieses Problem. Damit steigt die Lese- und Hörmotivation und das ist schließlich eine der wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich Sprachen zu lernen.

Titelbild mit freundlicher Genehmigung von: dbbent via photopin cc

Die Vorteile des Sprachenlernens: Das linguistische Star-Poster.

Ja, ich weiß: Auf diesem Blog geht’s nur noch ums Sprachenlernen. Wo bleiben neue Tipps & Tricks zum kreativer werden, um besser zu denken, um besser zu lernen, neugieriger zu werden und überhaupt?!

Brauchen Sie alles im Moment nicht. Wenn Sie Sprachen lernen, wird alles gut. Sie leiden (wenn überhaupt) nicht nur später unter Demenz, Sie werden auch noch als „sexyier“ wahrgenommen.

Die hier verlinkte Infografik erklärt die Vorteile des Sprachenlernens ohne viele Worte.

Falls Sie nicht wissen, welche Sprache Sie lernen wollen: Hier und hier werden Methoden aufgezeigt, wie Sie sich besser entscheiden können.

Language Learning Benefits Infographic – e-Learning Infographicse-Learning Infographics.

Mnemotechnisches lernen: Hiragana lernen in einer Stunde.

Hiragana mnemotechnisch lernen

Keine Ahnung, was gerade mit mir los ist. Pro Tag verbringe ich ca. 2,5 Stunden damit, Sprachen zu lernen. Morgens, vorm aus dem Haus gehen, eine halbe Stunde. Auf dem Weg zur Arbeit und zurück: eine Stunde. Im Büro eine halbe Stunde und abends, zu Hause, auch noch mal eine halbe Stunde.

Fremde Sprachen zu hören ist für mich eine Art Urlaubsersatz. Nun also noch Japanisch. Wollte ich immer schon. Leider hat Japanisch zu lernen auch ein großes Abschreckungspotenzial. Und das ist die Schrift.

Ach, wärs nur eine Schrift. Die Japaner benutzen drei Schriftsysteme: Hiragana, Katakana und dann noch chinesische Schriftzeichen (Kanji). Letztere gruseln mich nicht mehr so, weil ich seit einem Jahr Mandarin lerne.

Nach einigen Tagen der Schockstarre ist mir eingefallen, dass ich mal ein kostenloses Buch über Mnemotechniken geschrieben habe. Unter meiner Schädeldecke liegt also alles, was ich brauche, um ruckzuck Hiragana zu lernen. (Das „Hauptschriftsystem“) Und ab hier wird’s dann auch für alle interessant, die sich nicht so sehr für Japanisch, aber fürs mnemotechnische lernen interessieren.

Mnemotechnisches Lernen: fremde Schriftsysteme.

Ich dachte, dass eine modifizierte Variante der „Schlüsselwortmethode“ mir beim Meistern von Hiragana helfen könnte und begann damit, mir Bilder zu überlegen, die ich aus der Hiragana-Schrift ableite.

Dabei bemerkte ich im Nullkommanichts, dass das eine klasse Kreativitätsübung ist – ich aber in derselben Zeit, die ich zum Ausdenken der Bilder brauche, auch durch stumpfes üben die Schrift lernten könnte.

Ein beispielhaftes Bild zum mnemotechnischen lernen von Hiragan. Die Silbe bedeutet "So" - das Merkbild ist "Song".

Ein beispielhaftes Bild zum mnemotechnischen lernen von Hiragan. Die Silbe bedeutet “So” – das Merkbild ist “Song”.

Also googlete ich „mnemonic learning hiragana“ oder so und wurde fündig. Die ganze, zum mnemotechnischen lernen notwendige Vorarbeit der „Verbilderung“, haben bereits andere geleistet.(Und von denen kommen auch die Bildbeispiele auf dieser Seite) Ich plante, die Bilder für die einzelnen Hiragana Schriftzeichen in ein Worddokument zu laden, es auszudrucken um dann auf der Bahnfahrt nach Hause Hiragana zu lernen, um dann am Abend endlich die in Hiragana geschriebenen Texte meiner aktuellen Lektion auf lingq zu lesen.

Nun stellte sich allerdings heraus, dass mein Drucker im Büro nach dem Ausdruck der zum mnemotechnischen Lernen nötigen Bilder, am Ende seiner Kartusche wäre.

Und ich wollte es nun partout vermeiden, meinem Partner erklären zu müssen, dass unser Drucker diesmal leer ist, weil ich mnemotechnische Bilder zum Hiragana lernen ausgedruckt habe.

(Keine drei Wochen, nach dem ich mir was über Hieroglyphen ausgedruckt habe und damit unsere Kartusche aus der Puste gebracht habe.)

Wo ein "A" drin ist, klingt es auch nach "A": ein mnemotechnisches Bild, um sich das Hiragana Zeichen für "A" einzuprägen.

Wo ein “A” drin ist, klingt es auch nach “A”: ein mnemotechnisches Bild, um sich das Hiragana Zeichen für “A” einzuprägen.

Was tun?

Natürlich den App-Store flözen. Und klar, auch zum mnemotechnischen Lenen von Hiragana (und Katakana) gibt es Apps. Kurz bevor ich beschloss, in den Feierabend zu ziehen, fand ich „Dr. Moku’s Hiragana“. Das ist eine App zum mnemotechnischen Lernen der Hiragana-Zeichen.

Gefunden, gezahlt, geladen marschierte ich Richtung U-Bahn, um ins lange Wochenende zu starten.

Auf der Bahnfahrt spielte ich mit dem Programm herum und eine halbe Stunde später konnte ich Hiragana. Allerdings nur lesen. NICHT schreiben.

Mnemotechnisches Lernen: Warum das für Sie interessant sein könnte, auch wenn Sie nicht Japanisch lernen.

Ich habe vor Jahren mal einen Anlauf mit Japanisch gemacht und bin schon aus Faulheit an der Schrift gescheitert.

Das war noch zu Zeiten, als ich noch keinen blassen Schimmer von Mnemotechniken hatte und dachte, lernen sei qualvoll und anstrengend.

Inzwischen bin ich nun auch nicht mehr der enthusiastische Mnemotechniken Verfechter, der ich beim Start dieses Blogs gewesen bin. (Die „Verbilderung“, die zu Beginn des eigentlichen Lernprozesses nötig ist, kostet eine Menge Zeit – hat aber den großen Vorteil, dass man dadurch nachhaltig lernt. Und den großen Nachteil, dass man beim „schnell vor der Prüfung ein paar mnemotechnische Bilder machen“ oft nicht mehr weiß, was die Bilder eigentlich bedeuten sollen.)

Allerdings war ich ganz froh, dass mir im Fall der zum mnemotechnischen Lernen nötigen Verbilderung andere diese Arbeit abgenommen haben. Und ich bedauerte, dass ich keinen Sake im Kühlschrank hatte.

Ich war zutiefst davon fasziniert, wie einfach sich scheinbar komplexe Dinge – wie Hiragana – auf einer Bahnfahrt lernen lassen. Vorausgesetzt, die Aufbereitung stimmt.

Das gilt aber nicht nur für per se „bildliche“ Themen – wie Schriftsysteme – sondern auch für eher trockene Themen. Einer meiner Leser hat mir vor Monaten erlaubt, seine mnemotechnische Lerngeschichte für ein Thema aus der Buchhaltung hier zu veröffentlichen.

Was hält Sie – außer Zeit – davon ab, etwas zu lernen? Für mich ist die Eingangshürde bei Japanisch tatsächlich die Schrift gewesen. Daher meine Begeisterung darüber, dass es sich – mit der richtigen Lernmethode – so ruckzuck lernen lässt.

Zukünftig werde ich vor jedem Lernprojekt mögliche und tatsächliche Hürden analysieren und sie notieren. Für vieles, nicht alles, findet sich dann eine Lösung.

Welche Lösung(en) haben Sie gefunden? Was sind Ihre liebsten Apps und Websites zum Lernen?

Titelbild mit freundlicher Genehmigung von: Ms Pxl via photopin cc