Sie wollen glücklich sein? Hören Sie auf, positiv zu denken!
„Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, „Wenn das Leben mit Zitronen wirft, macht Limonade draus“, „Wer positiv denkt, wird auch positive Resultate in seinem Leben sehen“…
Bis vor einiger Zeit habe ich solche Weisheiten einfach nur für ein wenig naiv gehalten. Inzwischen glaube ich, dass die „Positives Denken-Ideologie“ vielleicht sogar gefährlich ist.
Die Autorin Barbara Ehrenreich zeigt in ihrem Buch „Smile or die. Wie die Ideologie des positiven Denkens die Welt verdummt“, dass hinter dem ins Gesicht geschnitzten Dauergrinsen nicht nur törichter „New Age Hokuspokus“ steckt, sondern eine massive Belastung.
Das hat die Autorin am eigenen Leibe erlebt, als sie an Brustkrebs erkrankt ist. Sie musste nicht nur mit der Krankheit fertig werden, sondern auch mit dem schlechten Gewissen darüber, dass sie dem Krebsgeschwür nichts Positives abgewinnen konnte.
Well, maybe there’s no reason to be positive. Maybe you should be angry, you know? I mean, there is a place for that in the world.
Aus einem Interview in „Democracy now!“
Sie untersuchte die Entstehung dieser Ideologie und machte einen Boom in den 1980er und 1990er Jahren aus. Die Zeit, in der Unternehmen den Rotstift entdeckten und massenhaft Personal auf die Straße setzten. Es war ein einfacher Weg, den Gekündigten zu sagen:
„This is in your mind. You know, you can overcome this. If you — if something bad has happened to you, that must mean you have a bad attitude. And now, if you want everything to be alright, just focus your thoughts in this new positive way, and you’ll be OK.”
Wenn sie außerdem sagt:
“What I Learned from Breast Cancer to Help Me Understand the Financial Meltdown”,
ist das natürlich keine ganz polemikfreie Pointierung – aber vielleicht auch nicht ganz unrichtig:
Wie oft neigen wir immer wieder dazu, unsinnige Finanzentscheidungen zu treffen, die allein auf dem Prinzip Hoffnung fußen? Nach dem Motto: Ich kaufe mir jetzt die von Robert Kirkman signierte DVD-Box, weil mir von einem Bekannten des Chefs eines Kumpels eventuell ein Job für übernächste Woche zugesichert wurde. Klingt doch so, als würde ganz sicher was draus.
Das große Problem an der Ideologie des positiven Denkens ist die Grundannahme, dass Gedanken die physische Welt ändern. In der Konsequenz bedeutet das: Selbst Schuld, wenn Du Krebs hast.
Barbare Ehrenreich plädiert für Realismus und gesunden Menschenverstand.
“Wait a minute, this is not in me. This is not my attitude. This is coming from somewhere else. And we need to understand what that is and try to figure out how to get together and change it.” That’s my approach.
Und hier gibt’s Artikel für alle, die nicht mehr positiv denken möchten, sondern wirklich glücklich werden wollen.
Google+Richtig lernen, mit getesteten Lernmethoden: Wiederlesen.
Die Frage: „Wie lerne ich richtig?“, lässt sich jetzt eindeutig mit dieser Metastudie über Lernmethoden beantworten. Auf jeden Fall nicht mit einer Lerntechnik, um die es jetzt geht: Das wiederholte Lesen.
Dabei ist das eine der gebräuchlichsten Lerntechniken!
Die meisten Studenten lernen ihren Stoff unter anderem durch häufiges Wiederlesen. Und eine 1968 durchgeführte Studie scheint ihnen Recht zu geben. (Mehr dazu in der Metastudie, S. 27). Die Leistung bei Tests nimmt mit der Häufigkeit des Wiederlesens zu.
Weitere Studien, die sich mit der Lerntechnik „Wiederlesen“ beschäftigen, zeigen, dass diese Lernmethode besonders gut dazu geeignet ist, grundsätzliche Konzepte zu begreifen – aber weniger gut, um Details wiederzugeben.
Außerdem scheint man mit dieser Lernmethode dann richtig zu lernen, wenn man Text nicht in kurzer Zeit, sondern mit längeren Abständen dazwischen „wiederliest“.
„…Spaced rereading usually outperforms massed rereading“
Genauer gesagt, lernt man mit dieser Lerntechnik dann am effektivsten, wenn man den Stoff in Intervallen von vier Tagen liest.
Dabei scheint der Lerneffekt besonders beim zweiten Mal lesen zu steigen.
Dennoch bewerten die Autoren der Studie über die Effektivität von Lernmethoden auch diese Lerntechnik mit einem tristen „Low Utility“ – „wenig nützlich“.
Denn im Vergleich zu anderen Lerntechniken, sticht diese Lernmethode nicht besonders hervor. Das wundert mich nicht: Bisher hatten die Autoren noch keiner der hier vorgestellten Lernmethoden ihre Gunst geschenkt. Im Fall der Lerntechnik „Wiederlesen“ steht das Lernergebnis in keinem Verhältnis zum Aufwand.
Die gebräuchlichste Lerntechnik hat sich damit als eher nutzlos erwiesen.
Ganz anders siehts aus mit der Lerntechnik „Practice Testing“. Das Ergebnis stelle ich nächste Woche vor.
Mehr über das Lesen von Büchern und über Lesetechniken.
Titebild mit freundlicher Genehmigung von: Martin Gommel via photopin cc
Google+Kreativitätstechniken im Härtetest: drei wissenschaftliche Kreativitätstests.
Kreativitätstechniken sind ja gut und schön – aber sie bringen nichts, ohne kreative Herausforderungen.
Um meine eigene Kreativität zu trainieren, habe ich mich nach einer Reihe kreativer Herausforderungen umgesehen, die sich zu einem täglichen Kreativitäts-Work-Out eignen.
Da Kreativität in den letzten Jahren zunehmend ins Interesse der Wissenschaft gerückt ist, liefern die Laboratorien der Welt einen Haufen Kreativitätstests, mit denen die sich die Kreativität wetzen lässt.
Kreativitätstechniken einsetzen, um Alternativen zu finden.
Zum Beispiel mit dem von J.P. Guilford 1967 entwickelten „Alternative Use Test“. Dabei sollen möglichst viele alternative Verwendungsmöglichkeiten für ein Objekt gefunden werden. Zum Beispiel für eine Büroklammer.
Man kann eine Büroklammer…
- als Ohrring verwenden
- nutzen, um Papier zusammenzuhalten
- als Manschettenknopf einsetzen
- als Lesezeichen nutzen
- dafür nutzen, diesen winzigen Reset-Knopf zu drücken
- als Geldklammer einsetzen
- als Überbrückungskabel beim Entschärfen von Zeitbomben verwenden
- als Angelhaken herhalten lassen.
- als Spule für Kopfhörerkabel nutzen, damit die sich nicht „vertüddeln“.
Mit diesem Test lassen sich auch gut die unterschiedlichen Kategorien illustrieren, die Kreativitätstests messen:
- Flüssigkeit: Die Anzahl der Ideen, die innerhalb einer bestimmten Zeit entwickelt werden.
- Originalität: Wie ungewöhnlich die Idee ist. Eine Büroklammer dazu zu nutzen, um damit Papier zusammenzuhalten ist nicht so ungewöhnlich wie sie als Manschettenknopf einzusetzen.
- Flexibilität:Wie ähnlich sind sich die Ideen? „Ohrring“ und „Manschettenknopf“ sind beides Accessoires. Je unähnlicher die Bereiche, aus denen die Ideen kommen, desto höher die Kreativität.
- Elaboriertheit:Wie detailliert die Ideen beschrieben sind.
Nach Meinung einiger Forscher, befinden wir uns in punkto Kreativität seit einigen Jahren auf dem absteigenden Ast. Denn Probanden punkten in den vier oben genannten Kategorien von Jahr zu Jahr schlechter. Mehr dazu hier: Occupy Kreativität
Ein wenig Kreativitätstraining kann also nicht schaden:
Auf welche alternative Verwendungsideen kommen Sie für einen Löffel, einen Haftnotizblock, Flüssigseife, Cocktailschirmchen…
Wenn Sie es lieber etwas dramatischer mögen: Eine verwandtes Kreativspiel und auch eine gute Kreativitätstechnik hab’ ich vor einiger Zeit vorgestellt: Kreativitätstechnik für kreatives Schreiben
Kreativitätstechniken einsetzen, um was „feddich“ zu machen.
Ebenfalls in den 1960ern entwickelt Ellis Paul Torrance einen Kreativtest, der analog zum IQ-Test verwendet werden sollte. Die Rede ist vom Torrance Test of Creative Thinking (TTCT)
Hier werden unvollständige Figuren gezeigt. Zum Beispiel solche:
Jetzt geht es darum, innerhalb einer bestimmten Zeit – fünf Minuten – jede dieser Figuren fertig zu machen. Zum Beispiel so.
Malen Sie sich einfach ein paar willenlose Linien auf und versuchen Sie dann, in jedem dieser Linienkonstrukte so viele Figuren wie möglich zu sehen.
Eine weitere Möglichkeit, seine Kreativität zu tunen, ist das Lösen von Rätseln. Genauer von sogenannten „Insight Problems.“
Kreativitätstechniken nutzen, um „Insight Problems“ zu lösen.
„Insight Problems“ zeichnen sich dadurch aus, dass eher durch eine Art „plötzlicher Einsicht“, als durch analytisches Denken gelöst werden.
Bilbo Beutlin ist gut darin. Gollum fragt:
„Was hat Wurzeln, die keiner sieht, ragt höher als Bäume und Wipfelsäume, wächst nie und treibt nicht und reicht doch ins Licht?“
Und Bilbo antwortet richtig:
„Berge“.
Die von der CIA genutzte Kreativitätstechnik der „Phoenix-Checklist“ kann dabei helfen, Antworten zu „triggern“. Ein Traumtagebuch zu führen und Klarträumen zu lernen sind Steroide für die Intuitions-Muskulatur.
Weitere Insight-Problems nebst Lösungen finden Sie in diesem PDF: insightproblems.
Wenn Sie Ihre Kreativität trainieren wollen, dann könnten Sie sich vornehmen, jeden Tag eine Aufgabe aus den hier vorgestellten Kreativitätstests zu lösen: Sie können an einem Tag nach Alternativen suchen, am nächsten „Insight Problems“ lösen und dann eine „Torrance Aufgabe“ knacken. Sie könnte das mit der „Selbstmotivationsmethode der Kette“ kombinieren, um regelmäßig Ihre Kreativität zu trainieren.
Und hier gibt’s einen Haufen Vorschläge, die Ihnen helfen können, Ihre Kreativität zu steigern.
Titelbild mit freundlicher Genehmigung von: غzǻҰёll ♥ RAINBOW ! via photopin cc
Google+Disney’s Methode nicht nur kreative, sondern auch funktionierende Lösungen zu entwickeln.
Ich poste hier immer wieder Kreativitätstechniken und Methoden, die einen kreativer werden lassen.
Das Problem ist aber nicht so sehr, dass Leute Probleme haben, sich Sachen auszudenken wie: „Synchronduschende Elefanten, die von sadistischen Nazi-Liliputaner-Mäusen dazu versklavt werden, mit dem Wasser des Hades schillernde Regenbögen in die Luft zu sprühen, um eine Brücke – Bifröst – (noch jemand „Thor“ gesehen?) – zwischen dem Mäuse-Asgard und Midgard zu erzeugen um die Division der Über-Mäuse auf die Menschheit loszulassen.“
Das Problem ist, dass viel kreative Ideen nicht viel mehr sind, als unausgegorener Schwachsinn.
Die Frage ist daher also nicht so sehr „wie werde ich kreativer?“, sondern: „Wie entwickle ich kreative Lösungen, die auch sinnvoll sind?“
Der Erfinder von Mickey Mouse, dem Geldspeicher und meiner ersten großen Liebe – Daisy Duck – weiß Rat!
Walt Disney’s Kreativitätstechnik.
Walt Disney entwickelte keine Methode, um auf Ideen zu kommen. Er entwickelte eine Methode, die ihm dabei half, aus Ideen verwertbare Konzepte zu machen.
Wie gesagt: Ideen zu haben ist nicht weiter schwer. Sie können beinahe im Schlaf kreativer werden. Es ist allerdings problematisch, Ideen zu haben, die Ihr konkretes Problem so elegant wie möglich lösen.
Walt Disney definierte drei Instanzen, die ein Kreativer Mensch verinnerlichen sollte: Den Träumer, den Realisten und den Kritiker.
Denn ein Träumer ohne Realist kann keine Ideen entwickeln, die jenseits des Elfenbeinturms relevant sind. Ohne den Realisten würden sich Träumer und Kritiker auf ewig selbst zerfleischen. Und ohne einen Kritiker würden ein Träumer und ein Realist alle möglichen Dinge entwickeln – die allerdings niemanden interessieren und die wahrscheinlich nicht einmal funktionieren.
Daher riet Walt Disney seinen Kreativen:
„The story man must see clearly in his own mind how every piece of business in a story will be put. He should feel every expression, every reaction. He should get far enough away from his story to take a second look at it… to see whether there is any dead phase… to see whether the personalisties are going to be interesting and appealing to the audience. He should also try to see that the things that his characters are doing are of an interesting nature.“ Quelle
Kurz zusammengefasst: Im kreativen Prozess geht es nicht nur darum, sich Sachen auszudenken. Die Dinge sollen möglichst klar gesehen und möglichst intensiv gefühlt werden. Und mehr als das: Um wahrhaft kreative Lösungen anzubieten, muss man auch bereit sein, über seinen Schatten zu springen und verstehen, was Publikum, Auftraggeber, Chef wohl ansprechend finden können.
Aus der NLP (Neurolinguistischen Programmierung) kommt die folgende Methode, mit der Sie Träumer, Realist und Kritiker unter einen Hut eine Schädeldecke bringen, ohne wahnsinnig zu werden – um so nicht nur Ihre Kreativität zu steigern, sondern auch die Qualität Ihrer kreativen Lösungen.
Kreativer werden: Drei Stimmen, ein Kopf.
Diese NLP-Kreativitätstechnik besteht aus zehn Schritten.
- Definieren Sie drei klar voneinander getrennte Bereiche in Ihrem Zimmer. Jeder Bereich ist für eine bestimmte Rolle – Träumer, Realist, Kritiker – vorgesehen.
- Machen Sie sich klar, wofür Sie eine Lösung suchen. Geht es um die Bewerbung für einen neuen Job? Eine Methode, mobile schwarze Löcher zu erzeugen, in die Sie den weltweiten Atommüllproblem entsorgen?
- Begeben Sie sich an den für den Träumer vorgesehen Ort in Ihrem Zimmer. Spinnen Sie einfach völlig haltlos, bar jeden Realismus’ und befreit von der Anwesenheit eines Kitikers, drauflos.
- Verlassen Sie den „Träumer-Ort“ – notieren Sie sich Ihre Ideen.
- Begeben Sie sich nun an den Ort des „Realisten“. Auch ein Platz in Ihrem Zimmer. Tun Sie so, als seien die Spinnereien des Träumers Realität geworden. Sie fühlen, und Sie hören und Sie sehen, alles so, als sei die Welt des Träumers real.
- Verlassen Sie den „Realisten-Ort“ – notieren Sie sich Ihre Einsichten.
- Sie begeben sich nur an einen dritten Ort in Ihrem Zimmer. (Ich hoffe, Sie haben genug Sitzgelegenheiten). Diesmal übernehmen Sie die Rolle des Kritikers. Betrachten Sie noch einmal das vom „Träumer“ erschaffene Szenario. Kritisieren Sie alles, was nicht funktioniert.
- Verlassen Sie den „Kritiker-Ort“ – notieren Sie Ihre Einsichten.
- Betrachten Sie für einen Moment nun alle drei Bereiche von außen. Notieren Sie sich eventuelle neue Einsichten.
- Entwickeln Sie nun einen Plan. Zum Beispiel, mit Hilfe der SMARTen Zielsetzung, der Wohlformulierten Zielsetzung oder indem Sie „rückwärts planen“. Es geht hierbei darum, genau die Schritte einzuleiten, die Ihnen dabei helfen, aus kreativen Luftschlössern, solide Endreihenhäuser mit Jägerzäunen aus Einhornhorn zu bauen.
Um ehrlich zu sein: ich komme mir bei dieser ganzen Ortswechselei ein bisschen albern vor und es widerstrebt meinem reptilienhaften Bedürfnis, auf dem Sofa liegend einfach nur die Decke anzustarren. Aber diese Kreativitätstechnik, deren Original Sie übrigens hier finden, bereichert den Fundus der auf Quantität – Ideenfindung – ausgerichteten Kreativitätstechniken um den Qualitätsaspekt.
Titelbild mit freundlicher Genehmigung von: Express Monorail via photopin cc
Google+Die besten Lernmethoden (amtlich): Imagery
Jetzt habe ich zwei Wochen voller Verzweiflung hinter mich gebracht, weil sich die Lerntechnik der mnemotechnischen Schlüsselwortmethode laut dieser Studie als nicht nützlich erwiesen hat.
Mehr dazu im letzten Artikel „Die besten Lernmethoden (amtlich): Die Schlüsselwortmethode“
Wenn Sie nicht wissen, was es mit den Lernmethoden der Mnemotechniken auf sich hat – ganz zu schweigen von der Schlüssekwortmethode: Ich stelle hier ein kostenloses PDF mit Mnemotechniken zur Verfügung.
Jetzt aber zurück zu meinem im ersten Artikel über die besten Lernmethoden gegebenen Versprechen, jede Woche eine Lerntechnik, nebst wissenschaftlichem Urteil, vorzustellen – und damit jetzt zur Lerntechnik „Imagery“ – „bebildern“.
„Imagery“ wie funktioniert diese Lernmethode?
Bei dieser Lerntechnik gehts darum, sich den Lernstoff bildhaft im Geist vorzustellen oder ihn gar zu zeichnen. Zum Beispiel, in dem man sich Absatz für Absatz oder Kapitel für Kapitel den Inhalt aufmalt.
Der Lernerfolg ist immerhin gut genug, dass sich die sonst eher zurückhaltenden Autoren der Metastudie über Lerntechniken dazu hinreißen lassen, zu schreiben:
„…the instructions to mentally imagine the content of each paragraph significantly boosted the comprehension-test performance of students in the mental-imagery group, in comparison to students in the control group…“
„Boosten“ klingt für mich nicht nach einer lauen Brise, sondern eher nach: Gut festhalten, Digger!
Aber auch bei dieser Lerntechnik bleiben sich die Autoren treu: am Ende reichts nur für ein müdes Low utility.
„…our review of the literature suggests that the effects of using mental imagery to learn from text may be rather limited and not robust.“
Die Autoren hegen den Verdacht, dass das Problem bei dieser Lernmethode ähnlich gelagert ist – wie bei der Lerntechnik der Schlüsselwortmethode: Sie funktioniert nur mit Texten – Inhalten – die bildhaft und weniger abstrakt sind. Blöd nur, in der Lernmethoden-Forschung, dass den Probanden Texte gegeben werden, die „bebilderungsfreundlich“ sind:
Similar to studies on the keyword mnemonic, investigations of imagery use for text learning have often used texts that are imagery friendly, such as narratives that can be visualized or short stories that include concrete terms.
Doch dann atmen die Autoren der Studie über die besten Lerntechniken hörbar auf, denn in einer Studie wurden Probanden in drei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe bekam einen sehr bildhaften Text, eine andere Gruppe bekam einen mit einer räumlich Beschreibung, die leicht zu visualisieren als auch zu verbalisieren war und eine dritte Gruppe bekam einen sehr abstrakten, schwer vorstellbaren Text.
Das Ergebnis ist interessant: Nur die ersten beiden Gruppen – die, mit den leicht vorstellbaren Texten – profitierten von dieser Lerntechnik… Verzeihung, jetzt wirds erst interessant: Und sie probierten auch nur dann von dieser Lernmethode, wenn Sie die Texte nicht selbst lasen, sondern zuhörten.
Moreover, the benefits were evident only when students listened to the text, not when they read it…
Lernmethode „Imagery“: Nicht schlecht – aber auch nicht richtig gut.
Anscheinend ist diese Lernmethode gut dazu geeignet, sich konkrete Fakten zu merken. Sie schwächelt aber, wenn es darum geht, Muster zu erkennen, mit denen unterschiedliche Fakten miteinander verknüpft sind. Gänzlich aus der Puste gerät diese Lerntechnik bei abstrakten Inhalten.
„(…) When the criterion test comprises free-recall or short-answer questions tapping information explicitly stated in the text college students tend to benefit from instructions to image (…) imagery instructions did not significantly help college students answer questions that required them to make inferences based on information in a text (…)“
Alles in allem quittieren die Autoren auch diese Lerntechnik mit dem inzwischen wohlvertrauten „low utility“ – „wenig brauchbar“!
Bild mit freundlicher Genehmigung von: andrea joseph’s illustrations via photopin cc
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